Was uns eint, was uns trennt

Bühnen- und Kostümbild 2018

Ein flammendes Plädoyer-Stück für eine freie und offene Gesellschaft

Eigenproduktion des Stadtteiltheaterensembles Karthause. Idee, Text, Regie: Michael Lüdecke

"Es scheint, als haben wir vergessen was hinter uns liegt, was uns zu dem gemacht hat was wir heute sind:

 

- eine freie, liberale (welt)offene Gesellschaft. Und es braucht Mut und Entschlossenheit unserer Demokratie wieder Würde zu verleihen,

 

und einzutreten für die Werte, die unseren Frieden bis jetzt bewahren"  (Michael Lüdecke)


Teil I „Brunnenvergiftung“: Einigkeit

 

existentielle Not. Kühlhausatmosphäre. feindliche Umgebung. Sisyphusarbeit. Türme und trennende Mauern. Gruppenspezifischer Gewalt. Merkmale. Hilflosigkeit. Unwägbarkeiten des Lebens.

Pilger ziehen eine Reliquie an Seilen. Bühnen- und Kostümbild Nicole Heidel

Teil I „Glaubenskrieg“: Einigkeit

 

„Heilige Reliquie". Gläubigen. durch Raum und Zeit. Objekt. Reisende. Energie. deplatziert. Last. absurd.

 Unaufgeklärt. woher. wohin. Zwischenwelt. Aneinandergekettet. Abhängige. schutzsuchend. Seilschaften. Gemeinschaften. Misstrauen. Angst. Vorurteile. Kampf um Dominanz. Krieg. Tod. Pilger. Glaubenskrieger.


Teil II „Der leere Thron“: Recht

 

Wahlkampfreden. Verkörperungen. Monarchie. Diktatur. Demokratie. Abzustimmung: wer soll auf den Thron. Wie wollen wir in Zukunft leben?

Regierungssitze erobern den Luftraum. Spektakel. Manipulation. Wettkampf. Anwärterinnen der Macht. Wählerstimmen. konfrontativ, distanziert, unantastbar.


Teil III „Freiheit“

 

Scheiterhaufen. Bücherverbrennung. Vorurteile. In Zonen platziert. Verurteilung. Angeklagte. Das Publikum ist Teil des Bühnenbildes. Zuschauende wie Spielende laufen Gefahr, ihre freiheitlichen, liberalen und weltoffenen Werte zu verlieren. Dystopische Szenerie.

Gesamtkonzeption

 

Das Publikum erlebt vier Szenerien interaktiv, indem zum räumlichen Wechsel innerhalb von drei Saalteilen sowie zur Beteiligung am Geschehen aufgefordert wird. Das und die unmittelbare Nähe zu den Darsteller*innen auf gleicher Bühnenebene schafft eine besondere Intensität des Theaterereignisses.

 

Das Bühnenbild besteht nicht aus einem Hintergrund, vor dem die Darsteller*innen agieren, sondern in der Erarbeitungsphase des Stückes wurden Bühnenelemente entwickelt, mit denen die Darsteller*innen direkt und haptisch umgehen. Die Bühnenelemente erzeugen durch ihre spezielle Materialität und ihrem eigentlichen Gebrauchswert, der im Stück zweckentfremdet wird, absurde und surreale Vorstellungsbilder. Die Szenenräume sind nicht konkret verortet, sondern abstrakt gedeutet.